Stillmarathon mit 9 Stillkindern und wie ich das überstand

Häufiges Stillen kann anstrengend sein. Tatsächlich kann ich ein Lied davon singen: Die ersten Monate lebte Noah an meiner Brust, dann folgten Nächte, in denen er halbstündlich stillen wollte und auch jetzt mit 20 Monaten hat er mal wieder eine “Phase”, in der er seine Mamamilch (“Maa” oder auch nur “Da!”) häufiger braucht. Und da soll er sie ja auch bekommen.

Und gerade als ich denke: Oh, das häufige stillen ist ganz schön anstrengend, stille ich nicht nur meinen Sohn, sondern auch acht weitere, sehr stillbedürftige Stillkinder: Drei Puppenkinder, ein Engelchen, eine Gans, einen Löwen, einen Pinguin und ein Ostheimer-Pferd. Besonders das Ostheimer-Pferd hatte einen großen Bedarf! Das liegt vielleicht an seiner hölzernen Beschaffenheit?

Selbstverständlich musste es “echt” sein: Mit nackter Brust und Schmatzgeräuschen, die ich in dieser Intensität von meinem Sohn nicht kenne. Zwischendurch ertöhnt ein “mhhh”, das erahnen lässt, dass meine Milch den Besuchern wohl mundet. Währenddessen kommt mir der Gedanke, dass es ganz gut ist, dass wir heute keine anderen Kinder zu Besuch haben, die Noah wohl auch sehr offensiv an meine Brust weitergeleitet hätte. Denn ganz ehrlich? 9 Stillkinder reichen völlig um einen Stillmarathon zu schaffen, der den ganzen Tag andauert.

Aber immerhin scheine ich einen guten Mama-Job gemacht zu haben. Denn gerade kocht mein Sohn für mich, wahrscheinlich um mich zu entlasten. Es gibt leckere Bahnschienensuppe mit Häckeldeckensoße, die ich gleich – ohne Umwege – aus dem Topf löffeln darf. Mhhh. Und da mein Sohn da nicht so empfindlich ist, darf ich gar zwischendurch die Finger nehmen.
Da brauche ich wohl heute nicht mehr kochen. Mit einem so fleißigen Helfer übersteht man jeden Stillmarathon. Und weil kochen so anstrengend ist, werden die acht Stillkinder zu Bett gebracht und die Mamamilch gehört wieder einzig und allein einem Kind: Noah. Der scheint froh zu sein, dass er seine geliebte Milch nur für einen Tag teilen musste.

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