Schwanger mit Noah: Der Test

Die Zeit des Wartens. Wenn man auf etwas wartet vergeht die Zeit erfahrungsgemäß langsamer. Wenn man nach dem Eisprung darauf wartet endlich testen zu können; ob es mit dem Schwangerwerden geklappt hat, vergeht sie noch viel langsamer. Dieses Gefühl kannte Kathrin schon ein paar Monate. Langsam schlichen sich Gedanken ein: “Kann ich überhaupt schwanger werden?” und “Warum klappt es bei uns nicht so schnell?”.

Generell dachten wir, dass es bei jungen Menschen wie wir es sind, irgendwie sofort klappen müsste. Hört man doch immer wieder von ungeplanten Schwangerschaften. Da muss es doch eigentlich sofort klappen, wenn man es darauf anlegt, oder?

Nein, es klappt nicht sofort, aber dieses Mal hat es geklappt. Und wir wussten es sofort.

Schon vor dem positiven Test hatte Kathrin eine besondere Vorliebe für rote Früchte und als wenn es unsere Umgebung geahnt hätte, bekam sie diese überall verarbeitet und unverarbeitet angeboten. Generell hat sich Noah bei vielen Menschen in unserer Umgebung frühzeitig angekündigt: Sei es durch Träume, ein Gefühl beim Ansehen von Babysachen oder ein plötzlicher Gedanke. Irgendwie haben es viele Menschen in unserer Umgebung geahnt.

Und dann war es soweit: Der Tag des Testens. Einen Tag bevor Kathrin ihre Periode bekommen sollte, machte sie einen Frühtest aus der Drogerie. Negativ.

Sie konnte es gar nicht glauben. Sie war sich doch so sicher, dass es dieses Mal geklappt hat. Kathrin weinte und war am Boden zerstört. “Es fühlte sich an, als wäre mein Kind gestorben.”, sagte sie später. “Wenn man sich so sicher ist und plötzlich zeigt dir ein Test an, dass du dich geirrt hast, glaubst du komischerweise dem Test und nicht deinem eigentlichen Gefühl.” Dabei sollte dieses Erlebnis nur umso deutlicher beweisen, dass man seinem Gefühl eigentlich immer vertrauen kann. Denn eine Woche später, zeigte der Test dann doch ein positives Ergebnis an.

Wir freuten uns unheimlich über unseren kleinen Engel. Schon am nächsten Tag rief Kathrin in den umliegenden Geburtshäusern und Hebammenpraxen an. Sie wünschte sich eine außerklinische Geburt. Ob diese nun im Geburtshaus oder zu Hause sein sollte, darüber musste sie sich noch klar werden, aber sie war sich sicher, ihr Kind nicht im Krankenhaus zur Welt bringen zu wollen.

Der errechnete Termin war der 28.12.2016 und das machte es schwierig. Gerade in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester machten viele Geburtshäuser und Hebammenpraxen Betriebsferien. Glücklicherweise konnten wir aber dennoch eine Hebamme finden, die uns betreuen wollte.

Lies hier, wie es Kathrin im ersten Trimester ergangengen ist…

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