Schwanger mit Noah: Das erste Trimester

Im ersten Trimester gab es zwei sehr emotionale Ereignisse: ein positives und ein negatives.

Das Positive ereignete sich am 03.05.2016. An diesem Tag um 8.52 Uhr begann das Herz unseres kleinen Engels zu schlagen. Natürlich wissen wir das nicht genau, aber irgendetwas in der Bindung zwischen Kathrin und dem kleinen Kind hat sich verändert. Und dieses “Etwas” hat sie zu Tränen gerührt und sie veranlasst diesen Zeitpunkt aufzuschreiben.

Keine zwei Wochen später, am 14.05.2016 ereignete sich das negative Erlebnis: Kathrin bekam Blutungen. Sie weinte und trauerte, bedeuten Blutungen im ersten Trimester nicht immer den Verlust des Kindes? Und da war es, das schlimmste Gefühl, dass sie jemals gespürt hat. Für ein paar Stunden wusste sie, wie es sich anfühlt sein Kind zu verlieren. Während Kathrin am Rande der Verzweiflung war, war in Kai ein tiefes Vertrauen. Eine innere Stimme, die ihm sagte, dass alles gut war.

Kathrin hat auch großes Vertrauen in ihre innere Stimme, aber die Angst, die Trauer und Verzweiflung schoben sich über diese und das Band zu ihrem Kind.

Wir fuhren ins Krankenhaus. Dort stellte sich heraus, dass es unserem kleinen Engel gut geht und die Blutungen von einem Hämatom in der Gebärmutter stammen. Zwar musste Kathrin jetzt für 1,5 Wochen liegen, aber gefährlich schien das nicht zu sein. Schon während die Ärztin das erklärte, legten sich die Stürme in Kathrins Wesen. Sie konnte wieder in sich hineinhören und ihr Baby spüren. Und dieses Baby sagte ganz deutlich: “Mach dir doch nicht solche Sorgen, mir geht es gut!”

Und das sagte es auch, während Kathrin sich auf der Krankenhaustoilette das erste Mal in dieser Schwangerschaft übergeben musste. Ebenso beim zweiten, dritten, vierten und auch beim achzehnten Mal. Kathrins Gewicht betrug zu diesem Zeitpunkt 54kg bei einer Größe von 1,68cm.

Aber zum Glück vergeht die Schwangerschaftsübelkeit mit der 12. Woche, oder?

Schwanger mit Noah: Der Test

Die Zeit des Wartens. Wenn man auf etwas wartet vergeht die Zeit erfahrungsgemäß langsamer. Wenn man nach dem Eisprung darauf wartet endlich testen zu können; ob es mit dem Schwangerwerden geklappt hat, vergeht sie noch viel langsamer. Dieses Gefühl kannte Kathrin schon ein paar Monate. Langsam schlichen sich Gedanken ein: “Kann ich überhaupt schwanger werden?” und “Warum klappt es bei uns nicht so schnell?”.

Generell dachten wir, dass es bei jungen Menschen wie wir es sind, irgendwie sofort klappen müsste. Hört man doch immer wieder von ungeplanten Schwangerschaften. Da muss es doch eigentlich sofort klappen, wenn man es darauf anlegt, oder?

Nein, es klappt nicht sofort, aber dieses Mal hat es geklappt. Und wir wussten es sofort.

Schon vor dem positiven Test hatte Kathrin eine besondere Vorliebe für rote Früchte und als wenn es unsere Umgebung geahnt hätte, bekam sie diese überall verarbeitet und unverarbeitet angeboten. Generell hat sich Noah bei vielen Menschen in unserer Umgebung frühzeitig angekündigt: Sei es durch Träume, ein Gefühl beim Ansehen von Babysachen oder ein plötzlicher Gedanke. Irgendwie haben es viele Menschen in unserer Umgebung geahnt.

Und dann war es soweit: Der Tag des Testens. Einen Tag bevor Kathrin ihre Periode bekommen sollte, machte sie einen Frühtest aus der Drogerie. Negativ.

Sie konnte es gar nicht glauben. Sie war sich doch so sicher, dass es dieses Mal geklappt hat. Kathrin weinte und war am Boden zerstört. “Es fühlte sich an, als wäre mein Kind gestorben.”, sagte sie später. “Wenn man sich so sicher ist und plötzlich zeigt dir ein Test an, dass du dich geirrt hast, glaubst du komischerweise dem Test und nicht deinem eigentlichen Gefühl.” Dabei sollte dieses Erlebnis nur umso deutlicher beweisen, dass man seinem Gefühl eigentlich immer vertrauen kann. Denn eine Woche später, zeigte der Test dann doch ein positives Ergebnis an.

Wir freuten uns unheimlich über unseren kleinen Engel. Schon am nächsten Tag rief Kathrin in den umliegenden Geburtshäusern und Hebammenpraxen an. Sie wünschte sich eine außerklinische Geburt. Ob diese nun im Geburtshaus oder zu Hause sein sollte, darüber musste sie sich noch klar werden, aber sie war sich sicher, ihr Kind nicht im Krankenhaus zur Welt bringen zu wollen.

Der errechnete Termin war der 28.12.2016 und das machte es schwierig. Gerade in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester machten viele Geburtshäuser und Hebammenpraxen Betriebsferien. Glücklicherweise konnten wir aber dennoch eine Hebamme finden, die uns betreuen wollte.

Lies hier, wie es Kathrin im ersten Trimester ergangengen ist…

Neujahrsvorsätze

Den Jahreswechsel haben wir zu dritt verbracht. Ganz gemütlich haben wir unseren Harry-Potter-Marathon beendet, den wir schon am 1. Weihnachtsfeiertag begonnen hatten.

Zwölf Minuten vor Mitternacht haben wir dann begonnen, die Erste von zwölf Kerzen anzuzünden. Im ein-minütlichen Abstand erhellte nach und nach eine weitere Kerze unser Wohnzimmer. Wofür die 12 Kerzen stehen fragt ihr euch sicher.

Um ehrlich zu sein, haben wir uns das auch gefragt. Dieses “Ritual” zu machen kam uns ganz spontan in den Sinn und da es kein bestehendes Ritual ist, hat es auch keine nachlesbare Bedeutung. Die 12 ist die vollkommene Zahl, 12 Monate hat das Jahr, 12 Stunden hat eine Tageshälfte, 12 Tierkreiszeichen haben wir, die 12 ist für uns einfach eine besondere Zahl.

Und dann war es soweit: Das neue Jahr hat begonnen und mit ihm ein gigantisches Feuerwerk. Wir hatten den Eindruck, dass die Menschen dieses Jahr besonders viel Feuerwerk gekauft und verschossen haben. Ging euch das auch so? Noah hat währenddessen seelenruhig geschlafen, den bringt einfach nichts aus der Ruhe.

Im neuen Jahr haben wir dann Wachsgießen gemacht. Das ist die eindeutig gesündere Alternative zum Bleigießen. Nächstes Jahr zeigen wir euch dann auch unsere Vorbereitungen hierfür.

Und ach ja, da war ja noch etwas. Die Sache mit den Vorsätzen ist natürlich auch nicht an uns vorbeigegangen.

Als Erstes den euch betreffenden Vorsatz: Wir nehmen uns vor in diesem Jahr unseren YouTube-Account weiterzuführen, diesen Blog zu beginnen (wie ihr seht klappt das ganz gut) und die sozialen Netzwerke zu pflegen.
Außerdem möchten wir die Jahresfeste mit der nötigen ruhe vorbereiten und feiern und wo wir beim Thema vorbereiten sind: Dieses Jahr soll es immer wöchentliche Speisepläne und damit verbundene Einkaufslisten geben.
Zuletzt soll unsere Ausbildung natürlich nicht zu kurz kommen, doch der für uns wichtigste Vorsatz ist: die kleinen Freuden des Lebens sehen und genießen, sowie ganz viel Liebe schenken.

Wir wünschen euch ein frohes neues Jahr und wünschen euch, dass ihr eure guten Vorsätze einhalten könnt!

Eure Zwergenfamilie

Weihnachten 2016

Tanzende Schneeflocken, verschneite Wiesen und weiße Dächer mit rauchenden Schornsteinen. So stellt man sich die Landschaft an Weihnachten vor.
Doch auch dieses Jahr, war wieder einmal ein Weihnachten ohne den heiß ersehnten Schnee.

Während uns sonst der ausbleibende Schnee in der Weihnachtszeit traurig stimmte, haben wir dieses Jahr nur einen kurzen Augenblick daran gedacht. Viel zu sehr waren wir damit beschäftigt in das Gesicht unseres Sohnes zu blicken und uns jeden Moment aufs Neue verzaubern zu lassen.

Am 3.11.2016 erblickte Noah, acht Wochen eher als gedacht, das Licht der Welt (mehr dazu ein anderes Mal auf diesem Blog). Nachdem Kathrin und Noah am 3. Advent dann endlich nach Hause konnten, war die Freude darüber, einen so zauberhaften kleinen Jungen im Arm zu halten viel größer, als es jede Schneeflocke hätte hervorrufen können.

Wie ihr euch denken könnt, haben wir dieses Jahr nicht viel Zeit gehabt Geschenke vorzubereiten. Also haben wir uns etwas überlegt, über das sich jeder freut: Etwas Selbstgemachtes, leckeres und gleichzeitig etwas, das man im besten Fall auch noch für mehrere Personen gleichzeitig machen kann.

Wir haben uns also entschieden, für unsere Familien und engsten Freunde Bratapfelmarmelade, eine Spekulatiuscreme und einen Weihnachtskakao zuzubereiten und an Heiligabend zu verschenken. Außerdem sollte jeder noch eine gebastelte Karte mit Noah darauf bekommen.

Das Foto hat uns besonders viel Spaß gemacht. Noah liegt dafür auf einer Wolkendecke von Hessnatur, die wir zur Geburt geschenkt bekommen haben. Zwei Spucktücher bilden Flügel und Heiligenschein. Das hübsche Kleid ist übrigens das Taufkleid einer Freundin. Anschließend haben wir Noah dann eine Bienenwachskerze in die Hand gegeben, die er exakt für die Dauer des Fotos in der Hand behalten hat. Das Kerzenlicht hat Kai dann später nachbearbeitet.


Weihnachten ist zwar mittlerweile vorbei, aber vielleicht interessieren euch die Rezepte für die oben genannten Leckereien ja trotzdem. Ihr könnt sie dann ja nächstes Jahr verwenden. Von der Spekulatiuscreme haben wir die achtfache Menge genommen und davon 43 Personen beschenken können. Es handelte sich aber auch um kleine Gläser. Für die Bratapfelmarmelade haben wir (für die selben Personen) die vierfache Menge zubereitet und bei dem Kakao haben wir uns an die Angabe gehalten.

Die Rezepte haben wir übrigens hier gefunden: http://frauzuckerstein.de/last-minute-koestliche-hausgemachte-weihnachtsgeschenke/

Spekulatiuscreme

150 g Spekulatius

90 g weiße Schokolade

100 ml Milch

1 El Honig

30 g Zucker

50 g neutrales Öl

Die Spekulatius im Ofen bei 160 Grad für 20 Minuten rösten. Danach abkühlen lassen. In einen Gefrierbeutel geben und mit einem Teigroller die Kekse zerbröseln.

Die weiße Schokolade ebenfalls hacken und mit den Bröseln vermischen. Die Milch mit dem Honig und dem Zucker im Topf erhitzen. Danach zu dem Brösel – Schokoladenmix geben, ebenfalls das Öl untermischen. Alles gut verrühren und in Gläser füllen.

Die Spekulatiuscreme ist nur ca. 3 Wochen haltbar.

 

Bratapfelmarmelade

100 g gehackte Mandeln

500 g Äpfel

400 ml Apfelsaft

90 g Sultaninen

500 g Gelierzucker 2:1

1 Vanillenschote

Die Mandeln in einer Pfanne goldbraun anrösten. Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.

Die Gläser abkochen.

Den Apfelsaft zusammen mit den Äpfeln, den Sultaninen und dem Gelierzucker 5 – 10 Minuten kochen lassen. Das Vanillenmark aus der Vanillenschote herauskratzen und dazugeben, die Vanillenschote ebenfalls hineinlegen. Die Mandeln zum Schluss hineingeben und die Vanillenschote herausfischen.

Die Marmelade in die Gläser abfüllen. Die Gläser für 5 Minuten auf den Kopf stellen, danach wieder herumdrehen.

 

Hot Chocolate Mix für 250ml Milch

100 g Vollmilchschokolade

4 El Backkakao

3 P. Vanillinzucker

1/4 Tl Zimt

1/4 Tl Lebkuchengewürz

Die Schokolade raspeln oder reiben, dann alles zusammenmischen. Beim Anrühren muss die Milch unbedingt warm sein, damit die Schokolade schmelzen kann. Das Rezept gelingt natürlich auch wunderbar vegan!

Über die Geschenke haben sich alle sehr gefreut. Kathrins Oma fand die Bratapfelmarmelade etwas zu süß geraten und hat empfohlen, beim nächsten mal etwas Zitronensaft dazu zu geben.

Was habt ihr noch für leckere weihnachtliche Rezepte? Teilt sie gern mit uns in den Kommentaren, damit wir im nächsten Jahr viele neue Leckereien naschen können.

Eure Zwergenfamilie